Rund ums Pferd

Ordnung im Stall und in der Sattelkammer

Sattelschrank in Sattelkammer

Mehrmals im Jahr wird in einer Gemeinschaftsaktion die Sattelkammer aufgeräumt. Doch schon nach kürzester Zeit sieht sie genau so chaotisch aus wie eh und je. Ordnung im Stall zu halten ist wirklich nicht leicht – und je mehr Reiter sich eine Sattelkammer teilen, desto schwieriger wird es. 

Ich habe mich deswegen an eine echte Ordnungsexpertin gewandt: Julia Goldberg besitzt nicht nur ein Islandpferd, sondern auch die Agentur für Ordnung. Sie bietet in und um Hamburg einen Aufräumservice an und unterstützt Menschen beim Aufräumen, Ausmisten, Strukturieren und Gestalten von Wohnräumen unterstützt bei Umzügen, sodass man am Ende nur das mitnimmt, was man auch wirklich mitnehmen möchte.

[Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung, weil er von einer professionellen Aufräumexpertin stammt.]

Gastbeitrag von Julia Goldberg

Wer kennt das nicht, regelmäßig ist man auf der Suche nach Dingen, die man gerade dringend braucht und findet sie nicht oder man findet Dinge, von denen man nicht mehr wusste, dass man sie hat. Heute gibt’s ein paar grundlegende Ordnungstipps, die einem das Leben im Stall leichter machen und Zeit, Geld und Nerven sparen.

Das Wichtigste zuerst: Alles hat seinen Platz!

Egal, ob Du einen Sattelschrank hast oder Deine Dinge in der Sattelkammer lagerst, alles sollte immer an seinem Platz sein. Lege/hänge alle Dinge, die Du in Gebrauch hattest, immer gleich wieder an seinen Platz. So sparst Du Dir das Suchen und falls Du andere Mitreiter haben solltest, finden die auch alles immer sofort . Besonders wenn Dein Pferd in einem Pensionsstall steht und es einen Notfall geben sollte, freut sich der Stallbesitzer, wenn er auf Anhieb das Halfter Deines Pferdes findet.

Da kommen wir schon zum nächsten Punkt:

Beschrifte alle Deine Sachen!

Damit Deine Sachen auch lange Deins bleiben, solltest Du sie beschriften. Ich arbeite gerne mit einem elektrischen Beschriftungsgerät (Achtung, hier kommt Werbung: z.B. ptouch von brother* oder LabelWriter von Dymo*), das man übrigens auch zuhause gut einsetzen kann.

Bewahre alles vor Dreck und Staub geschützt auf!

Vor allem für kleine Gegenstände und Dinge aus der Stallapotheke empfehle ich durchsichtige Kunststoffboxen, die am Besten mit dem jeweiligen Inhalt beschriftet werden (Beschriftungsgerät). Durchsichtige Boxen deshalb, weil Du dann schon von außen sehen kannst, was sich innen befindet. Du kannst z.B. eine Box für Bandagen, Gamaschen und Hufglocken nutzen, eine andere für Deine sauberen Satteldecken und Schabracken und eine für Deine Stallapotheke.

Für die Stallapotheke empfehle ich eine gut beschriftete Box, die akribisch sauber gehalten werden sollte. In diese Box kannst Du Dir noch eine Liste legen, auf der Du den Inhalt der Box, also die Medikamente und das Verbandszeug, etc. vermerkst. Wenn Du es ganz genau machen willst, kannst Du in der Liste die Ablaufdaten der Medikamente und die Daten, wann Du sie geöffnet hast, vermerken. So bist Du immer auf dem aktuellen Stand und kannst das, was leer oder abgelaufen ist, schnell nachkaufen.

Halte Deine Sachen sauber!

Deine Ausrüstung sollte immer sauber gehalten werden. Nach dem Nutzen dauert es nicht lange mit einem Lappen über die Trense und den Sattel zu wischen. Man vermeidet, dass das Leder hart wird und schneller kaputt geht. Du hast dann einfach länger etwas von Deiner Ausrüstung und beim nächsten Großputztag erspart es Dir eine Menge Zeit. (Tipps zur Lederpflege findest du hier.)

Bei Satteldecken empfehle ich, immer eine oder zwei zum Wechseln im Stall zu haben. Oft ist die Decke nach dem Reiten nass und muss trocknen oder ist bereits so dreckig, das sie in die Waschmaschine muss. Wenn man dann am nächsten Tag eine saubere Decke im Stall hat, freut sich besonders der Pferderücken. Waschtipps für Satteldecken gibt es übrigens hier.

Kaufe nur hochwertige Dinge!

Ich bin ein Fan von hochwertigen, klassischen Dingen. Natürlich kosten sie mehr in der Anschaffung, aber aufgrund des hohen Preises haben die Dinge meist einen höheren emotionalen Wert für einen, man pflegt sie besser und hat dann länger etwas davon. Billige Dinge hingegen gehen oft schneller kaputt oder werden, weil sie dann vielleicht nicht mehr gefallen, häufig schneller weggeworfen.

Da kommen wir schon zu meinem nächsten Punkt:

Habe nur das was Du wirklich brauchst!

Kein Pferd braucht zwölf Schabracken oder vier Halfter! Meist reicht es, wenn man von jedem eins hat. So spart man sich die Pflege der ganzen vielen Dinge und muss nicht ständig überlegen, was man denn heute zum Reiten nehmen soll – „die braune Trense mit den Glitzersteinen, oder die schwarze mit dem bunten Stirnriemen?!“.

Deshalb mache ich regelmäßig eine Bestandsaufnahme. Hierzu leere ich meinen Sattelschrank komplett aus und gucke mir alles an. Alles was kaputt ist, kommt direkt in den Müll und wird neu nachgekauft, sofern ich es regelmäßig brauche. Alles was dreckig ist, wird gereinigt. Alles, was ich nicht mehr brauche, verkaufe ich oder verschenke es an Stallkolleginnen. Oft kann man gebrauchte und gut erhaltene Ausrüstung bei ebay Kleinanzeigen verkaufen. Dies schont die Umwelt und den Geldbeutel.

So, und nun wünsche ich Euch viel Spaß und Erfolg beim Aufräumen!

  1. Das kenne ich leider nur zu gut, ich sollte auch mal wieder meinen Schrank aufräumen. Danke für die Inspiration.

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