Die homöopathische Notfallapotheke für den Pferdestall

Die homöopathische Stallapotheke

Die einen schwören drauf, die anderen tun es als unwirksam ab: Homöopathie. Ich selbst habe mehrfach schon an mir, an meinem Kind und an meinem Pferd die Wirksamkeit der Homöopathie erlebt und besitze deswegen in meinem Stallschrank eine kleine homöopathische Notfallapotheke.

Hinweis: Dieser Beitrag enthält Werbung, denn er entstand in Kooperation mit shop-apotheke.com.

Bitte versteh mich nicht falsch: Ich bin absolut dafür, den Tierarzt zu holen, wenn eine ernste Erkrankung vorliegt.

Und ich bin auch nicht dafür, wahllos homöopathische Mittelchen zu geben in der Hoffnung, dass sie wirken. Hier sollte lieber ein Fachmann gerufen werden (wie zum Beispiel Svenja Thiede, mit der ich mich im Rahmen eines Artikels bereits intensiv über das Thema Homöopathie unterhalten habe).

Du musst außerdem wissen, dass es mehrere Hundert verschiedene homöopathische Mittel gibt und um wirklich sicher zu gehen, dass richtige Mittel zu geben, werden neben den Symptomen auch der Typ und das Verhalten von Mensch bzw. Tier berücksichtigt.

Dennoch gibt es ein paar Mittel, die ich, seit ich vor einigen Jahren ein Seminar zum Thema „Homöopathische Notfallapotheke für Tiere“ besucht habe, meinem Pferd (sowie meinem Kind, meinem Mann und mir) gerne gebe und die bei uns (fast) immer vorrätig sind.

Was ist Homöoapthie

Homöopathie bedeutet ähnliches mit ähnlichem heilen (homöo = ähnliches, pathos = Leiden).

Begründer der Homöopathie war der deutsche Arzt Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843). Er unternahm im Jahr 1790 einen berühmten Selbstversuch mit Chinarinde. Chinarinde wurde damals als Mittel gegen Malaria eingesetzt. Hahnemann stellte fest, dass ein gesunder Mensch – in dem Fall er selbst – nach Einnahme von Chinarinde ähnliche (Vergiftungs-)Symptome entwickelte wie ein Malaria-Patient. Das Ergebnis seines Selbstversuchs veröffentlichte er 1796 und bis heute gilt dies als Geburtsjahr der Homöopathie. Praktisch Angewendet wird die Homöopathie aber erst seit etwa 1815. 1829 äußerte sich Hahnemann zur Homöopathie der Haustiere.

Hahnemann begründete damals nicht nur die Funktionsweise der homöopathischen Medizin, sondern er legte auch das Herstellungsverfahren der Arzneien fest. Im Rahmen seiner Forschung hat Hahnemann drei Gesetzmäßigkeiten erkannt, die bis heute Grundlage der Homöopathie sind:

  1. Ähnlichkeitsregel. „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden.“ Das bedeutet, dass passend zur Krankheit eine Arznei gewählt wird, die ähnliches Leiden erregen kann, als sie heilen soll.
  2. Arzneimittelprüfung am Gesunden. Sämtliche Ergebnisse der Arzneimittelprüfung, also alle Erscheinungen, die ein Arzneistoff beim Gesunden hervorruft, sind in der reinen Arzneimittellehre Materia Medica aufgeschrieben. So hat jeder Arzneistoff sein Arzneimittelbild. Ergänzt werden diese Erkenntnisse um die Toxikologie, Pharmakologie und Praxis. Bei der Anwendung im Tierbereich werden die am Menschen geprüften Symptome auf das Tier übertragen.
  3. Potenzierung. Die Homöopathie geht davon aus, dass in jedem Lebewesen eine eigene Kraft oder Dynamik wohnt. Hahnemann entwickelte ein Verfahren, um diese Kraft zu wecken, und nannte es Potenzieren. Damit gemeint ist das schrittweise Verdünnen und Verschütteln eines Arzneiurstoffes. Nach jeder Verdünnung erfolgen mindestens zehn Schüttelschläge. Je höher ein Arzneistoff potenziert ist, desto mehr Energie enthält er und desto stärker ist die Wirkung. Je tiefer er potenziert ist, desto urstofflicher ist er. Die Ausgangsstoffe kommen aus der Pflanzen- und Tierwelt, aus dem Mineralbereich und es sind chemische Substanzen.
Diese Mittel sollten in keiner homöopathischen Stallapotheke fehlen

Wie werden homöopathische Mittel verabreicht?

Homöopathische Mittel gibt es in verschiedenen Formen, als Tropfen, Tabletten und Globuli. Ich greife in der Regel zu Globuli, weil ich diese am besten zu verabreichen finde. Dabei nehme ich ausschließlich tiefe bis maximal mittlere Potenzen (tiefe Potenzen: D1 bis D8, mittlere Potenzen D9 bis D29), weil man mit dieser Dosierung als Laie am wenigsten falsch machen kann.

Diese homöopathischen Mittel findest du in meiner Stallapotheke

Im Folgenden findest du eine kleine Auswahl an homöopathischen Mitteln, die ich eigentlich immer vorrätig habe und die sowohl mir als auch meinem Pferd helfen. Erhältlich sind sie online bei der Shop Apotheke.

Arnica montana (Bergwohlverleih)

Arnica bietet sich an bei jeder Art von stumpfem Trauma, Sturz, Unfall, wenn Weichteile irritiert sind; Bluterguss, Prellungen, Quetschwunden durch Pferdebisse und ähnliches. Prophylaktisch kann Arnica vor und nach Operationen und zur Heilung nach der Geburt genommen werden.

Ich selbst nehme Arnica nicht nur in Globuliform, sondern bei blauen Flecken und Blutergüssen gerne auch als Salbe.

Apis mellifica (Gift der Honigbiene)

Apis kannst du einsetzen bei entzündlichen Reaktionen, die mit Schwellungen, Röte, Ödemen, Hitze, Schmerzen und großer Berührungsempfindlichkeit einhergehen (ähnlich wie beim Bienenstich), bei Insektenstichen, Gesäugeentzündungen und Gelenkentzündungen (heiß, geschwollen).

Calendula officinalis (Ringelblume)

Calendula hilft toll bei zerfetzten Wunden, Schürf- und Risswunden, die verdreckt sind, bei Quetschungen mit Gewebezerstörung sowie bei starkem Wundschmerz und Wundheilungsstörungen. Calendula verbessert die Regeneration und die Narbenheilung.

Euphrasia officinalis (Augentrost)

Euphrasia ist neben Arnica mein absolutes Lieblingsmittel – ich selbst habe seit einem Unfall immer wieder mit meinen Augen zu tun und schwöre dabei auf Euphrasia. Euphrasia hilft beispielsweise bei Bindehautentzündungen, die sich bei windigem Wetter verschlimmern, bei Augenentzündungen mit eitrigem Sekret, bei tränenden Augen, bei Augenverletzungen und Hornhautwunden und bei juckenden Augen.

Hypericum perforatum (Johanniskraut)

Hypericum hilft bei  Nervenirritationen und Verletzungen von nervenreichem Geweben, beispielsweise im Bereich der Wirbelsäule, wie bei einem Sturz aufs Steißbein. Doch auch bei eingeklemmten Fingerspitzen oder bei Zahnschmerzen nach Zahnbehandlung und -operationen kann Hypericum helfen.

Ledum palustre (Sumpfporst)

Ledum hilft toll bei bei Stich- und Bissverletzungen, Instektenstichen, Verletzungen durch rostige Nägel und auch bei Zeckenbissen. Ein Hinweis, dass Ledum das richtige Mittel ist, ist beispielsweise, dass sich die Beschwerden bei Kälte verbessern und sich die betroffenen Körperstellen kalt anfühlen.

Hast auch du eine homöopathische Notfallapotheke am Stall? Was befindet sich darin?

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