Mit Pferdeergotherapie das Körpergefühl des Pferdes verbessern

Stolpert dein Pferd häufig? Läuft es unsicher und hat Probleme mit seinem Takt? Kann es vielleicht beim Hufschmied seine Hufe nicht lange heben, drängelt beim Reiten immer wieder auf eine Seite, hat Probleme beim Longieren oder lässt sich nicht einsprühen? Dann kann es sein, dass es keine optimale Körperwahrnehmung hat. Hier kann ich dir bzw. deinem Pferd als zertifizierte Pferdeergotherapeutin nach PFERGO-Pferdeergotherapie® helfen.

Was ist Pferdeergotherapie?

Pferdeergotherapie basiert auf dem Konzept der Ergotherapie im Humanbereich. Es geht um „Gesundung durch Handeln und Arbeiten“ und mein Ziel ist, deinem Pferd seinen Pferdealltag mit all den Herausforderungen zu erleichtern. Das fängt bei der Haltung an und endet beim Training.

Die Ergotherapie lässt sich natürlich nur in modifizierter Form übertragen und so liegt der Fokus auf der Wahrnehmungsverarbeitung von Reizen.

Nicht immer findet die Wahrnehmungsverarbeitung von Reizen adäquat statt. Liegt ein Problem bei der Reizverarbeitung vor, nimmt ein Pferd seine Umwelt unklar wahr und nicht immer kann es angemessen auf die vorherrschende Situation reagieren.

Auch kann das Pferd seinen Körper nicht optimal wahrnehmen und Defizite im Bereich Durchlässigkeit, Koordination und Balance können entstehen.

Bei welchen Problemen kann Ergotherapie für Pferde helfen?

Die folgende Übersicht ist unvollständig, sie soll dir einfach eine Idee geben, wann ich dir und deinem Pferd als Pfergo weiterhelfen kann:

  • Schlechtes Körpergefühl
  • Gleichgewichtsprobleme (in der Bewegung/beim Hufegeben)
  • Balanceprobleme
  • Konzentrationsprobleme
  • Häufiges stolpern
  • Soziale Unverträglichkeit
  • Nervosität und Schreckhaftigkeit
  • Angst vor der Sprühflasche/der Schermaschine
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Probleme beim Schmied
  • Nach krankheitsbedingter Pause/Aufbau nach Krankheit

Was wird bei einer Therapieeinheit gemacht?

Damit du eine Idee hast, wie eine pferdeergotherapeutische Behandlung bei mir aussieht, möchte ich dir hier den Ablauf einer klassischen Erstbehandlung skizzieren:

Vor unserem Treffen gibst du mir schon eine kurze Übersicht eures Problems, sodass ich mich optimal auf unseren Termin vorbereiten kann:

  • Welches Problem hat dein Pferd?
  • Fand bereits eine Behandlung durch einen Tierarzt oder Therapeuten statt?
  • Wo steht dein Pferd?
  • Welches Equipment steht dir zur Verfügung?

Für unseren ersten Termin solltest du dir rund 1,5 Stunden Zeit nehmen.

Anamnese, Befundung und Therapieeinheit

Nach Möglichkeit holen wir gemeinsam dein Pferd. So kann ich mir einen besseren Eindruck von seinem Pferdealltag und seinem Lebensumfeld machen. Dies spielt eine wichtige Rolle und manchmal kann man schon mit kleinen Veränderungen in der Umgebung große Wirkung erzielen.

Anschließend erfolgt ein Anamnesegespräch, bei dem du mir mehr von deinem Pferd und eurem Problem erzählst. Auf diese Weise kann ich euch besser kennenlernen und erhalte wichtige Informationen für die spätere Behandlung.

Für die anschließende Befundung bauen wir einen kleinen Parcours auf, der alle drei Basisinne deines Pferdes anspricht (taktiles Systempropriozeptives System und vestibuläres System) und der Aufschluss darüber gibt, in welchen Bereichen die Reizverarbeitung deines Pferdes vielleicht nicht optimal funktioniert und woran wir im Rahmen der Therapie arbeiten sollten. Manchmal zeigt sich nämlich, dass das Problem eigentlich ein ganz anderes ist, als ursprünglich vermutet.

Keine Sorge: Für den Befundungs-Parcours und die weitere Therapie brauchst du nicht zwingend Equipment, ein paar Stangen reichen vollkommen aus. Und solltest du keine Stangen haben, finden wir eine andere Lösung.

Anschließend setzen wir gemeinsam ein Behandlungsziel fest und beginnen mit der Therapieeinheit.

Am Ende wirst du von mir ein paar Hausaufgaben bekommen und ein paar Tage nach unserem Termin erhältst du das Ergebnis und einen Trainingsplan per E-Mail zuschickt.

Zum Thema gemeinsame Zielsetzung und Folgetermin noch eine kleine Anmerkung: Eine einzige pferdeergotherapeutische Behandlungseinheit wird nicht dazu führen können, dass die vorhandenen Defizite plötzlich weg sind. Im Humanbereich wird Ergotherapie, ähnlich wie Physiotherapie, vom Arzt verschrieben. Ein Rezept umfasst in der Regel 6-10 Einheiten. Deswegen macht es Sinn, an den großen Termin noch einige Trainingseinheiten folgen zu lassen, in denen ich eure Fortschritte begleiten und euch bei Sackgassen weiterhelfen kann.

Da auch bei der Pferdeergo der Grundsatz ist „Gesundung durch Handlung und Arbeit“ besteht die Therapie (das Training) selbst aus ganz unterschiedlichen Übungen, mit denen wir die Basissinne deines Pferdes fördern und fordern. Die Übungen werden entsprechend der vorhandenen Problematik ausgewählt und können und sollen sogar von dir selbstständig durchgeführt werden.

Für welche Pferde ist Pferdeergotherapie besonders geeignet?

Im Grunde kann jedes Pferd von Pfergo profitieren. Sollte dein Pferd kein Problem haben aber du möchtest trotzdem ein paar Übungen kennenlernen, die deinem Pferd zu einem besseren Körpergefühl verhelfen, biete ich dir die Möglichkeit von sensomotorischen Trainingseinheiten und Kursen bei dir vor Ort. Außerdem findest du in meinen Onlinekursen jede Menge Input.

Was kostet Ergotherapie für Pferde?

Pferdeergotherapeutische Erstbehandlung (ca. 1,5 Stunden) 100 €*

Nachbehandlung innerhalb der folgenden 6-8 Wochen (ca. 45 Minuten) 50 €*

Weitere Trainingseinheiten (ca. 30 Minuten) 30€*

*zzgl. Fahrtkosten von 30 ct/km ab 15 km

Bitte beachte: Kein Mehrwertsteuerausweis, da Kleinunternehmer nach §19 (1) UStG.

Du hast Interesse an meinem Angebot der Ergotherapie für Pferde?

Dann melde dich bei mir und wir vereinbaren einen Termin. Du erreichst mich am besten per E-Mail unter info@360gradpferd.de.