Pferdeergotherapie

Stolpert dein Pferd häufig? Läuft es unsicher und hat Probleme mit seinem Takt? Kann es vielleicht beim Hufschmied seine Hufe nicht lange heben, drängelt beim Reiten immer wieder auf eine Seite, hat Probleme beim Longieren oder lässt sich nicht einsprühen?

Dann kann es sein, dass es keine optimale Körperwahrnehmung hat.

Zuständig für eine gute Körperwahrnehmung sind vor allem die drei Basissinne deines Pferdes, das taktile System (Wahrnehmung der Oberflächensensibilität; es zeigt deinem Pferd wo es beginnt und wo es aufhört, hier hab ich es ausführlich beschrieben), das propriozeptive System (Wahrnehmung der Tiefensensibilität, es steuert Muskeltonus und Gelenkstellung) und das vestibuläre System (das Gleichgewichtssystem, über das du hier mehr erfahren kannst). Alle drei Basissinne entwickeln sich noch im Bauch der Mutter, ehe weitere Sinne wie Riechen, Hören oder Sehen hinzukommen.

Warum ist die gute Körperwahrnehmung so wichtig?

Umweltreize werden vom Pferd über die zahlreichen Sensoren und Rezeptoren der Sinnesorgane wahrgenommen, die sie über verschiedene Nervenfasern an das Zentrale Nervensystem (ZNS) weiterleiten, das die jeweiligen Informationen verarbeitet, speichert und bewertet und anschließend Befehle an die Muskeln, das Gewebe oder die Organe weitergibt, die dann eine entsprechende Aktion, zum Beispiel eine Bewegung, auslösen.

Bei einer Fahrt im Anhänger beispielsweise registrieren die Sensoren unter anderem die Bewegungen des Pferdeanhängers und das ZNS erteilt den entsprechenden Muskeln Befehle, damit diese reagieren und das Pferd die Bewegung ausbalancieren kann. Gleiches geschieht beim Longieren, wo das Pferd mit vielen unterschiedlichen einwirkenden Kräften konfrontiert wird. Dies alles passiert ständig und in Millisekunden. Und je häufiger die Nervenfasern genutzt werden und je breiter die einzelnen Sinneskanäle des Pferdes stimuliert werden, desto besser funktionieren sie und desto natürlicher und leichter werden beispielsweise die Bewegungen des Pferdes.

Nicht immer findet die Wahrnehmungsverarbeitung von Reizen adäquat statt. Liegt ein Problem bei der Reizverarbeitung vor, kann man es sich wie eine Umleitung im Hirn vorstellen: Es dauert länger, bis der jeweilige Reiz ankommt, weshalb auch die erforderliche Reaktion darauf verzögert stattfindet. Das Pferd kann seinen Körper nicht mehr gut wahrnehmen und Defizite im Bereich Durchlässigkeit, Koordination und Balance können entstehen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Gleichgewichtsprobleme
  • Konzentrationsprobleme
  • Häufiges stolpern
  • Soziale Unverträglichkeit
  • Nervosität und Schreckhaftigkeit

In so einem Fall ist es hilfreich, die Basissinne deines Pferdes zu schulen und so die Wahrnehmungsverarbeitung zu verbessern.

Hier kann ich dich als Pferdeergotherapeutin nach PFERGO-Pferdeergotherapie® unterstützen und deinem Pferd zu einem besseren Körpergefühl, mehr Trittsicherheit und dadurch zu seelischer Ausgeglichenheit verhelfen – schließlich sind Pferde als Fluchttier auf ein gutes Körpergefühl, ein gutes Gleichgewicht und Trittsicherheit angewiesen.

Bei welchen Problemen kann ich deinem Pferd als Pferdeergotherapeutin helfen?

  • Schlechtes Körpergefühl
  • Rittigkeitsprobleme
  • Probleme beim Satteln/Gurten (Sattelzwang/Gurtzwang)
  • Gleichgewichtsprobleme (in der Bewegung/beim Hufegeben)
  • Konzentrationsprobleme
  • Häufiges stolpern
  • Soziale Unverträglichkeit
  • Nervosität und Schreckhaftigkeit
  • Angst vor der Sprühflasche/der Schermaschine
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Probleme beim Schmied
  • Nach krankheitsbedingter Pause/Aufbau nach Krankheit

Hier findest du weitere Informationen zum Behandlungsablauf. Und hier siehst du meine Preise.

In meinem Blog findest du weitere informative Artikel zum Thema Ergotherapie für Pferde