Trainingsplan für Pferde gestalten

Trainingsplan für Pferde: Ziele richtig setzen

Wenn es um die Gestaltung eines effektiven Trainingsplans für Pferde geht, gibt es ein großes Problem, das ich immer wieder sehe: Die Zielsetzung ist absolut unkonkret. Ohne konkret gesetzte Ziele bringt dir allerdings der beste Trainingsplan nichts. Deswegen möchte ich dich hiermit für die Zielsetzung sensibilisieren.

Ein großes Problem ist, dass man sich Ziele setzt, die total unkonkret sind. Das betrifft nicht nur das Pferdetraining, sondern das ganze Leben. Auch ich setze mir ständig Ziele, die ich aber nie richtig erreiche, weil sie viel zu unspezifisch sind.

Meiner Meinung nach solltest du verschiedene Ziele setzen, Fernziele und Nahziele. Letztere können sogar nochmal runtergebrochen werden in Etappen-Nahziele.

Wenn du sagst, du möchtest den Rücken deines Pferdes verbessern und dies ist dein großes Ziel – also dein Fernziel – was genau meinst du damit und anhand welcher Faktoren erkennst du eine Verbesserung?

Besser wäre es, wenn du die Zielsetzung anders formulierst. Ich möchte, dass mein Pferd mehr Bauchmuskeln aufbaut und der Rücken höher kommt. Oder: Ich möchte, dass der Oberhals stärker wird. Ich möchte, dass die Muskellöcher hinter dem Widerrist verschwinden. Ich möchte, dass mein Pferd mehr Rückenbewegung zeigt. Und diese Ziele musst du messbar machen – beispielsweise mit Fotos.

SMARTE Ziele helfen dir bei der effizienten Trainingsgestaltung

Vielleicht hast du schon einmal etwas von SMART gehört? Damit kannst du Ziele ziemlich konkret festlegen und objektiv erkennen, ob sie erreicht wurden oder nicht.

Hinweis: Wenn du den Onlinekurs Mehr Balance mit kreativer Bodenarbeit gemacht hast, wirst du SMART definitiv schon kennen und auch in meinem Onlinekurs Rückenfitte Pferde arbeiten wir SMART!

Ich möchte dir ein Beispiel für eine SMARTE Zielsetzung geben:

  • Spezifisch: Mein Pferd soll mehr Bauchmuskeln aufbauen, damit der Rücken weniger durchhängt.
  • Messbar: Der Rücken hängt weniger durch (Fotobeweis)
  • Attraktiv: Ich möchte dieses Ziel erreichen, damit mein Pferd möglichst keinen Schaden nimmt, wenn ich es reite. Dafür werde ich mein Training konsequent umgestalten.
  • Realistisch: Durch eine Optimierung meines Trainings ist es realistisch, dieses Ziel zu erreichen. Mein Pferd ist gesund und wir können regelmäßig trainieren.
  • Terminiert: Ich möchte ein erstes sichtbares Ergebnis nach drei Monaten haben.

Fernziele, Nahziele, Etappenziele

Mit dem eben genannten Beispiel hast du ein Fernziel festgelegt.

Das Fernziel kannst du erreichen, in dem du kleine Nahziele definierst. Ein Nahziel kann zum Beispiel sein, dass dein Pferd ein Schulterherein oder Travers lernt. Beides stärkt die Bauchmuskeln und die Hinterhand.

Dieses Nahziel brichst du erneut runter auf Etappenziele, die sich ganz konkret auf eine einzelne Trainingseinheiten beziehen.

Zum Beispiel möchtest du erreichen, dass dein Pferd drei schöne Schritte Schulterherein geht. Dafür nutzt du verschiedene Vorübungen wie Schenkelweichen, auf dem Zirkelübertreten lassen, aus der Volte auf die Gerade usw.

Eine smarte Zielsetzung als Grundlage eines erfolgreichen Trainingsplans
Eine smarte Zielsetzung als Grundlage eines erfolgreichen Trainingsplans

Trainingsplangestaltung leicht gemacht

Wenn du ein KONKRETES Trainingsziel hast, dass du erreichen möchtest, und dieses auf (konkrete) kleine Etappenziele und Minischritte runterbrichst, hast du im Grunde deinen Trainingsplan erstellt.

Bei der Trainingsgestaltung solltest du immer auch Pausen und möglichst viel Abwechslung einbeziehen. Das beste Training besteht aus Koordination, Kondition und Kraft und alle drei Komponenten solltest du beim Training berücksichtigen.

Trainingserfolg reflektieren: Wurde das Ziel erreicht?

Wenn du dir einen smarten Trainingsplan erstellst, kannst du deine jeweiligen Trainingserfolge wunderbar reflektieren. Was hat gut geklappt und was weniger gut? Warum hat etwas weniger gut geklappt? Lag es an deiner Hilfengebung, die dein Pferd nicht verstanden hat? Lag es daran, dass die Muskeln deines Pferdes vielleicht noch nicht die Dehnungsbereitschaft haben, die sich haben müssen? Gibt es möglicherweise muskuläre Verspannungen?

Wenn dein Pferd beispielsweise große Probleme hat, sich an der Longe auf einer Hand zu stellen und zu biegen, solltest du unbedingt nachfühlen, ob Verspannungen vorliegen und diese lösen. Am nächsten oder übernächsten Tag kannst du schauen, ob sich eine Verbesserung eingestellt hat.

Arbeitest du mit konkreten Zielen und einem gezielten Trainingsplan? Oder gehst du eher nach Bauchgefühl?

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