Reiten in der Schwangerschaft – geht das überhaupt?

Darf ich in der Schwangerschaft noch reiten? Diese Frage beschäftigt jede reitende Mama-to-be. Da bin ich mir ganz sicher. Auch mich hat diese Frage beschäftigt. Deswegen gibt es heute einen (sehr persönlichen) Beitrag zu genau dem Thema: Reiten in der Schwangerschaft.

Vorweg möchte ich dir sagen, dass das, was für mich gilt, für dich nicht gelten muss. Nicht jede Schwangerschaft ist unkompliziert und bevor du dich und deinem ungeborenen Kind einem Risiko aussetzt, solltest du mit deinem Frauenarzt darüber sprechen, ob du auch weiterhin reiten darfst oder nicht. Deswegen wirst du von mir auf die Frage, ob und wie lange du während deiner Schwangerschaft reiten kannst, auch kein pauschales Ja oder Nein bekommen können.

Ich werde dir heute erzählen, wie ich dazu stehe. Denn ich als werdende Mama mit Pferd, die ihr erstes Kind bekommt, war immer wieder froh über den Erfahrungsaustausch mit anderen Reiterinnen in der gleichen Situation.

Reiten in der Schwangerschaft = Risiko?

Neben der Schwangerschaft selbst spielen vor allem deine reiterlichen Fähigkeiten und dein Pferd eine wichtige Rolle. Das kannst nur du abschätzen und beurteilen. Bist du noch Anfängerin, solltest du abwägen, ob du wirklich weiterreiten möchtest.

Gleiches gilt, wenn dein Pferd noch sehr jung oder generell sehr unsicher ist. Denn Reiten gilt nun mal als größte Risikosportart für Schwangere und ihre Babys. Schließlich kann auch das bravste und zuverlässigste Pferd sich einmal erschrecken oder stolpern und hinfallen.

Hier zählt also einzig und allein dein Bauchgefühl.

Ich habe mit vielen Reiterinnen und Pferdebesitzerinnen über das Reiten in der Schwangerschaft gesprochen. Einige sind, genau wie ich, ziemlich lange geritten. Andere haben das Reiten sofort aufgegeben, als sie von der Schwangerschaft erfuhren. Wieder andere haben im Laufe der Schwangerschaft körperliche Beschwerden bekommen, die ihnen das Reiten unmöglich machten.

Aber abgesehen von dem Punkt Risiko gibt es, solange es dir und deinem Kind gut geht, eigentlich nichts, was gegen das Reiten mit Bauchzwerg spricht. Dies zeigt zum Beispiel auch das Forschungsergebnis von Susanna Kramarz, die 2011 ihre Dissertation mit dem Titel Reiten in der Schwangerschaft veröffentlicht hat. Die ganze Arbeit kannst du hier nachlesen. Für die Arbeit wurden verschiedene Aspekte in Bezug auf das Reiten in der Schwangerschaft untersucht, unter anderem das Frühgeburts- und Abortrisiko, das viele Schwangere beschäftigt. Das Ergebnis:

„Reiten während der Schwangerschaft hatte keinen Einfluss auf die Abortrate, auf die Dauer der Schwangerschaft oder das kindliche Outcome, weder Dressur- oder Springreiten noch eine reiterliche Aktivität von 20 Stunden und mehr pro Woche. Als wichtigste mit Frühgeburtlichkeit assoziierte Faktoren wurden ein niedriger BMI, Stressbelastung in der Schwangerschaft, hoher Blutdruck und andere Erkrankungen der Mutter und Schwangerschaftskomplikationen gefunden. […] Bei einer intakten Schwangerschaft und einer gesunden, belastungsfähigen Reiterin hat das Reiten keinen negativen Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft, der Entbindung und auf das Frühgeburtsrisiko. Eine Erhöhung der Abortgefahr durch das Reiten in den ersten Schwangerschaftsmonaten kann nicht festgestellt werden.“

Mit diesem Wissen im Hinterkopf bin ich trotz Babybauch bis in den 9. Monat hinein geritten. Ich war mir dem Risiko sehr wohl bewusst. Aber ich wusste auch, dass es soooo viele andere Dinge gibt, die mindestens genauso gefährlich sind.

Ich zum Beispiel hatte ganz am Anfang der Schwangerschaft, in der 6./7. Woche, eine akute Blinddarmentzündung und musste operiert werden. Und weil sich die Ärzte nicht sicher waren, ob es wirklich der Blinddarm ist, der mir Probleme bereitet, gab es vorab noch ein MRT. Immer wieder wurden mir Dokumente vorgehalten, die mir mitteilten, wie groß das Risiko für das ungeborene Kind in meinem Bauch ist. Und alle Dokumente musste ich unterschreiben – bei einem entzündeten Blinddarm hat man leider nicht viele Alternativen. Am Ende hat das Baby die Medikamente, das MRT und die Operation überstanden.

Auch Radfahren in einer Großstadt wie Hamburg ist nicht ohne. Und Auffahrunfälle im Auto passieren auch immer wieder, ohne dass man selbst Schuld hat.

Die Operation hat mir viel, viel mehr Sorgen bereitet, als es das Reiten jemals tun könnte. Es war für mich ein nicht greifbares Risiko. Beim Reiten jedoch weiß ich, was mich erwartet. Dafür reite ich einfach lange genug. Ich vertraue auf meine reiterlichen Fähigkeiten, die auch mit dickem Bauch nicht ganz verschwunden sind, und ich vertraue meinem Pferd. Vielleicht gerade deswegen bin ich auch direkt nach der OP wieder auf den Pferderücken geklettert. Und ich habe zu keinem Zeitpunkt ein doofes Gefühl gehabt. Bis zum sechsten Monat bin ich sogar noch alleine oder mit anderen zusammen ausgeritten und galoppiert.

Reiten in der Schwangerschaft

Das Training den neuen Umständen anpassen

Erst als die ersten Kindsbewegungen zu spüren waren, habe ich auf das Ausreiten alleine verzichtet. Und je größer der Bauch wurde, umso anstrengender wurde das Reiten. Man hat einfach nicht mehr die Puste, die man ohne Bauchzwerg hat. Das Blutvolumen hat sich erhöht und der Körper hat ziemlich viel zu tun. Deswegen gab es nur noch ruhigere Ausritte mit viel Schritt und Trab und Tölt. Meinen letzten Ausritt habe ich in der 29. Schwangerschaftswoche, also im achten Monat gemacht. Es war ein Abschiedsritt vom alten Stall und mit dem Umzug in den neuen Stall war mir klar, dass ich jetzt nicht mehr ausreiten werde, weil ich das Gelände nicht kenne.

Doch auch danach bin ich noch geritten, meist aber nur noch an ein, zwei Tagen die Woche auf dem Platz und das meistens ohne Sattel. Die anderen Tage stand Muskelaufbau durch Bodenarbeit an. Meine Umstandsreithose (die ich dir hier vorstelle und die einfach richtig, richtig toll ist) hat recht viel Grip und rutscht auf dem Sattel nicht so gut. Und weil das normale Absteigen nicht mehr möglich war, kam ich einfach nicht mehr so gut runter. Denn auch wenn viele denken, dass das Aufsitzen schwierig ist – nee, ich fand das Absteigen wesentlich komplizierter.

Zum Aufsitzen benutze ich eine Aufsteighilfe – dies übrigens auch ohne Schwangerschaft, weil es sehr viel rückenschonender für das Pferd ist. So brauchte ich einfach nur das Bein über den Pferderücken legen und mich draufsetzen. Beim Absteigen dagegen musste ich das Bein über den Pferdehals schwingen und runterrutschen. Anders ging es nicht, da ist der Bauch im Weg war (wenn du eine andere Absteiglösung kennst, dann freu ich mich auf deinen Kommentar am Ende des Beitrags).

Als der Bauch dick war, bin ich die meiste Zeit nur noch Schritt geritten. Aber ich saß nicht einfach nur drauf und ließ das Pony vor sich hinlaufen, sondern ich ritt viele Seitengänge wie Schulterherein oder Kruppeherein, nutze Tempounterschiede, wechselte zwischen Aufrichtung und Dehnung und ritt viele Biegungen. An manchen Tagen gingen auch Trab und Tölt. Hier muss ich jedoch sagen, dass ich durch den dicken Bauch ein wenig Probleme mit dem Gleichgewicht hatte und es mir am Ende nicht mehr so leicht fiel, diese Bewegungen auszubalancieren. Denn: Durch deinen größer werdenden Bauch verschiebt sich auch dein Schwerpunkt und es wird immer schwerer, im Gleichgewicht zu sitzen.

Ich habe mir bei all dem aber keinen Stress gemacht, ich habe immer individuell geschaut, wie es mir ging. Es gab zum Beispiel Tage, da fühlte ich mich richtig fit, da waren Trab und Tölt kein Problem (wobei der Tölt eigentlich schon ein Problem war, weil mir am Ende meine Bauchmuskeln fehlten und versuch mal ohne Bauchmuskeln zu tölten…).

Dann gab es Tage, da fühlte ich mich nur ein bisschen fit und ritt nur Schritt. Und dann gab es Tage, da bin ich gar nicht erst aufs Pferd gestiegen, sondern habe das Pony vom Boden aus beschäftigt.

Dass ich die ganze Schwangerschaft über geritten bin, habe ich immer wieder bei den Untersuchungen kommuniziert. Niemanden hat es gestört. Im Gegenteil: Weil ich Probleme mit einer ISG-Blockade hatte, bin ich regelmäßig zur Physiotherapie gegangen. Meine Physiotherapeutin hat mich jedes Mal darin bestärkt, weiter zu reiten, weil die Bewegung des Pferdes mir und meinem Rücken gut tut und muskuläre Verspannungen lösen kann.

Auch mein Pferd hatte Spaß mit mir als Schwangere auf seinem Rücken. Er hat immer schon offen und neugierig mitgearbeitet und sich über neue Aufgaben, die seinen Kopf fordern, gefreut. Er wusste genau, dass ich schwanger war – Pferde wissen das einfach – und er ist stets sehr vorsichtig und aufmerksam mit mir gewesen und hat mir ein gutes Gefühl gegeben.

Wie sich das Reiten auf die Geburt auswirkt, weiß ich nicht. Man sagt ja, dass Reiterinnen eine sehr gute Beckenbodenmuskulatur haben, was angeblich die Geburt erschweren soll. Bestätigen konnte mir das bisher aber noch keine Reiterin. Und auch ich kann nicht sagen, dass der Geburtsverlauf von meiner Beckenbodenmuskulatur abhing. Sicher ist aber, dass das Pferd fit hält. Und da ist es ganz egal, ob man reitet oder sich auf die Bodenarbeit konzentriert. Ich bin an fünf bis sechs Tagen die Woche beim Stall gewesen und habe mich bewegt. Und Fitness wirkt sich wohl positiv auf die Geburt aus – fester Beckenboden hin oder her. Außerdem hilft die richtige Atmung, die ich mir auch beim Reiten ganz oft zunutze mache.

Stalldienst in der Schwangerschaft

Neben dem Reiten selbst hat mich während meiner Schwangerschaft aber noch ein ganz anderes Thema beschäftigt: Stalldienst in der Schwangerschaft. Denn der muss ja trotzdem gemacht werden. Anfangs hab ich den Stalldienst auch wie gewohnt gemacht. Doch recht schnell, etwa im vierten, fünften Monat, habe ich gemerkt, dass es nicht mehr ging. Einen Heusack zu tragen, der 16/17 Kilo wiegt, war einfach nicht mehr drin und ich habe aufgrund der ISG-Problematik nach jedem Stalldienst sehr starke Rückenschmerzen gehabt. Also stand Teamwork an und mein Mann, der eher weniger bis gar nicht pferdeaffin ist, musste mich unterstützen und die schweren Heusäcke und Futtereimer tragen und die vollen Schubkarren schieben.

Bist du während deiner Schwangerschaft geritten? Bist du vielleicht selbst schwanger und überlegst, ob du weiterreiten sollst oder nicht? Oder stehst du auch vor dem Problem, dass der Stalldienst dir mit zunehmendem Bauchumfang zu viel wird? Dann freue ich mich auf deinen Kommentar! Zwei weitere Erfahrungsberichte zu dem Thema Reiten in der Schwangerschaft findest du übrigens bei verwandert und horsediaries.

Viele Grüße

14 Idee über “Reiten in der Schwangerschaft – geht das überhaupt?

  1. JJ sagt:

    Huhu 🙂
    .Ich frage mich seit einigen Tagen ob ich weiter reiten soll. Ich bin in der 13. SSW. Neben den bekannten Beschwerden geht es mir ansonsten gut. Ich fühle mich fähig zu reiten. Denn eigentlich war ich an meiner Springkarriere dran als es plötzlich hieß „du bist schwanger“.

    Springen lasse ich weg, ich nehme nur noch Cavalettis. Dressur reite ich so gut es meine Verfassung mit macht. In der Halle oder auf dem Platz fühle ich mich gut. Allerdings gehe ich nicht mehr ausreiten. Meine Stute ist leider ein Luder. Draussen ist sie nicht berechenbar (ja, kein Pferd ist das… ).

    An den Tagen wo es körperlich nicht passt mache ich Bodenarbeit oder wir gehen spazieren.

    Meine Ärztin meinte aufgrund des Sturzrisikos soll ich nicht reiten. Ich habe auch paar Wochen aufgehört. Dann hatte ich einen Autounfall und es ist (zum Glück) nichts passiert. Und da hab ich mir gedacht: dann reite weiter.

    Ist für mein Pony auch besser. Sie wird bald 9 und ich will keine „Trainingslücken“ die ich hätte vermeiden können.

    Am Stall wissen es die Leute noch nicht. Bin gespannt welche Reaktionen kommen.

    Meine Mutter ist jedenfalls schon ausgerastet….

    🙂

    • Karolina sagt:

      Huhu!
      Puh, ein Autounfall ist das letzte, was man während der Schwangerschaft (und auch sonst im Leben 😉 ) braucht. Wie gut, dass alles gut gegangen ist.
      Ich hatte ganz am Anfang meiner Schwangerschaft eine Blinddarm-OP und ich habe mir auch immer wieder gesagt, dass es so viele Dinge gibt, die passieren können. Deswegen bin ich ebenfalls weiter geritten. Irgendwann aber nur noch auf dem Platz und nicht mehr im Gelände. Ich denke, da muss man ganz auf sein Bauchgefühl hören, fühlt man sich sicher auf seinem Pferd, ist es ok.
      Ich wünsche dir alles Gute für die weitere Schwangerschaft.
      Viele Grüße
      Karo

  2. Honey sagt:

    Hallo, danke für den super Beitrag!
    Ich stimme da vollkommen zu. Ich würde es GENAU SO machen, leider habe ich mich aufgrund meiner Situation dagegen entschieden. Ich habe vor 2 Jahren einen fast 4- jährigen Araber gekauft und bilde ihn selbst aus. Es ist ein Pferd gewesen, welches sehr schreckhaft und schwierig war. Mittlerweile ist er fast 6 Jahre alt und es hat sich schon sehr vieles getan. Letztes Jahr machte mein Rücken sehr viele Probleme (Bandscheibenvorfall L5/ S1) und ich wurde schließlich im September operiert. Nach der OP sollte man sich 4 Monate Zeit lassen, bevor man wieder reitet (und überhaupt sämtliche Sportarten ausführt)….Bevor diese vorüber waren, wurde ich schwanger 🙂 nun ist die OP schon ein halbes Jahr her und mein Wallach wurde seeeeehr lange nicht mehr geritten (ich habe zwischendrin mal so draufgesessen, klar). Wegen der Angst vor einem Sturz auf meinen Rücken während der Schwangerschaft, des generellen Risikos mit Jungpferd und dem etwas „aus-der-Übung-sein“ von uns beiden, habe ich mich gegen das Reiten entschieden. Was man ansonsten so alles machen kann, muss ich ja nicht extra sagen, auf jeden Fall haben wir viel Spass und mein Wüstenprinz arbeitet fleissig. Liebe Grüsse an alle Mamas!

  3. Maria Erdmann sagt:

    Hallo und vielen Dank für den Beitrag zu diesem Thema. Von einer Bekannten weiß ich, dass sie während der Schwangerschaft nicht mehr die Möglichkeit hatte zu reiten. Da sie sehr früh nach ihrem ersten Kind auch schon das zweite bekommen hat, hat sie eine lange zeit Lang also nicht reiten können und musste sogar ihr Pferd am Ende verkaufen.

  4. Andrea sagt:

    Hallo zusammen!
    Hab mich gerade so gefreut diesen tollen Beitrag und auch die dazugehörigen Kommentare gefunden zu haben. Hab zwar kein eigenes Pferd, aber eine RB auf einem Isi Wallach für 2x die Woche. Ich bin in der 16. SSW und war total hin- und hergerissen wegen dem Reiten. Vor allem mein Umfeld hat sich Sorgen gemacht, mein Bauchgefühl ist jedoch nach wie vor ein gutes. Ich habe weder eine Riskoschwangerschaft noch irgendwelche Beschwerden, also werde ich auch weiterhin meine entspannten Waldausritte machen. Und dazu habt ihr mich einfach nochmal bestärkt! Vielen Dank dafür!
    Liebe Grüsse,
    Andrea

    • Pferdefreunde sagt:

      Liebe Andrea,
      es freut mich sehr, dass dir der Beitrag und die Leserkommentare Mut machen und dich bestärken konnten! Na klar, es besteht immer ein Risiko und es kann immer etwas passieren. Aber das kann es auch beim Rad- und Autofahren. Oder man fällt die Treppe runter weil man nicht aufpasst, oder, oder, oder. Und wenn man nicht grad ein Anfänger ist, sondern fest im Sattel sitzt, ist das Risiko nicht mehr ganz so hoch. Ich bin wirklich lange geritten, bis zur 36. oder 37. SSW – aber ohne Sattel, weil ich mit Sattel nicht aufs Pferd gekommen bin. 🙂 Aufgehört habe ich, als der Bauchzwerg ins Becken gerutscht ist und meine Symphyse zu schmerzen begann. Eine Bekannte saß zwei Tage vor der Geburt noch auf ihrem Pferd. 🙂
      Ich wünsche dir für deine Schwangerschaft alles Gute!
      Viele Grüße
      Karo

  5. Marlene sagt:

    Hallo zusammen, Seit ich schwanger bin bekomme ich nur noch zu hören, was ich alles nicht mehr tun kann. Bis hin zu der Aussage, dass ich nun mein Pferd verkaufen müsse. Ich war von der Vorstellung total geschockt, das käme für mich nie in Frage. An allen Ecken bekomme ich zu hören, was alles gefährlich ist während der Schwangerschaft und worauf man verzichten muss. Da machen Artikel wie dieser und positive Kommentare dazu einfach nur Mut. Vielen Dank dafür.

    • Pferdefreunde sagt:

      Liebe Marlene,
      ich freue mich, dass ich dich etwas aufmuntern konnte.
      Ich denke, man muss auf sich und sein Bauchgefühl hören und wenn du dich gut dabei fühlst und deinem Pferd vertraust, dann reite weiter. Na klar ist das Risiko da. Aber das Risiko hast du auch beim Auto- und Fahrradfahren. Und dann gibt es noch so viele andere Risikofaktoren, die man gar nicht auf dem Zettel hat.
      Ich wünsche dir für deine Schwangerschaft alles Gute!

  6. Steffi sagt:

    Toller Artikel 🙂
    Bin aktuell in der 27. Ssw und reite nur noch eher selten. Liegt auch daran, dass meine Stute dieses Jahr ihre erste Distanzsaison hinter sich hat, und ich ihr meine restliche Schwangerschaft jetzt als Regenerationszeit gebe. Habe sie bis zur 24/25 Ssw noch selber trainiert, gestartet bin ich mit ihr nicht mehr. Es ist schon ein komisches Gefühl, aber ich gönn ihr die Zeit. Wir wollen Ende Dezember/Anfang Januar wieder das Training aufnehmen 🙂 damit wir im Frühling fit in die Saison starten können.
    Ein paar gemütliche Schrittausritte sind auf jeden Fall noch drinnen 🙂

    Wünsche allen alles Gute 🙂

  7. Stephanie Kuhn sagt:

    Wirklich ein sehr interessanter Beitrag. Spontan würden viele Leute sofort sagen, dass das eher verantwortungslos ist. Aber damit macht man es sich ein wenig einfach. Da steckt schon mehr Tiefe dahinter, was du in dem Beitrag ja auch bewiesen hast.

    Der Stalldienst ist ab einem bestimmten Punkt auch sicherlich einfach nicht mehr zu machen. Da hast du dich in meinen Augen völlig richtig verhalten. Sehr schön zu sehen, dass dich dein Mann dafür so tatkräftig unterstützt hat!

    Liebe Grüße,
    Stephanie K.

  8. Isa sagt:

    Ich hatte glücklicherweise eine sehr unkomplizierte Schwangerschaft, und bin bis zur 28. Woche geritten. Von einem Tag auf den anderen hatte ich dann das Gefühl dass es reicht. Die restliche Schwangerschaft hab ich longiert und Bodenarbeit gemacht, und war das letzte Mal 3 Tage vor der Geburt im Stall.
    Meine Geburt war ein großes Geschenk, nach knappen 4 Stunden war das Baby da. Ich hatte zu jeder Zeit das Gefühl zu wissen was ich tun muss, und die Kontrolle über den Beckenboden, sowie meine Kraft schiebe ich ganz klar aufs Reiten 🙂 Meine betreuende Hebamme, selbst Reiterin, hat mir dann noch erzählt dass sie bei Reiterinnen sehr oft tolle und entspannte Geburten erlebt.
    Melde dich gerne per Mail wenn du noch Fragen hast 🙂
    Absonsten alles Gute!

  9. Maria sagt:

    Ich bin recht jung schwanger geworden beim ersten Kind und für mich war ganz selbstverständlich, dass ich alles weitermache, was sich gut anfühlt. Vor 16 Jahren gab es auch noch nicht so eine Schwemme an Ratgebern mit unterschiedlichen Theorien 😉

    Für mein Sicherheitsgefühl habe ich nur folgendes verändert oder beachtet:
    – ich bin nur noch auf meinem eigenen Pferd geritten, was ich in und auswendig kannte und auf das ich mich absolut verlassen konnte.

    – ich bin nicht mehr ins Gelände gegangen und nicht mehr gesprungen, das waren Situationen, wo mein Pferd gern mal aufgedreht hat.

    – Aufsteigen mit Aufstiegshilfe (zur Not bin ich auf dem Mäuerchen des Misthaufens balanciert. ?)

    – traben war ab dem 7′ Monat unangenehm, es zog im Bauch. Ab dann wurde der weggelassen.

    – nach der Geburt schonend anfangen und Rückbildung ernst nehmen für den Beckenboden

    So war das alles sehr entspannt und problemlos.. sportliche Frauen benötigen im Durchschnittchnitt weniger Schmerzmittel und haben leichtere Geburten. (Ich bin da wohl leider ne Ausnahme ?) Aber ich war zumindest immer recht fit nach der Geburt.

    Alles Gute!?

  10. Annekatrin sagt:

    Hallo. In meiner ersten Schwangerschaft bin ich bis zur 32. Woche geritten, dann hab ich meinem Mann nachgegeben und aufgehört. Allerdings wäre ich eh nurnoch eine Woche geritten. Dann wollten wir in den Urlaub und danach wäre ich von alleine nicht mehr aufgestiegen. Bin von Anfang an nurnoch meine beiden geritten, nicht mehr alleine, kein springen, keine Turniere.
    Mit den Stallarbeiten war es anders. Am Anfang der Schwangerschaft war es mir wirklich eher unangenehm. Ich habe mir zwischenzeitlich sogar das Pferd satteln lassen müssen. Zum Schluss habe ich die Stallarbeit, auch schwerere Karren schieben, regelrecht gebraucht. Ich hab sogar freiwillig Sand für den Platz mit geschaufelt und gefahren. Weide bauen und sowas hab ich immer gemacht. Bis zur ersten Wehe.
    Die Schwangerschaft und Geburt war unproblematisch. Einen Vergleich habe ich nicht.
    Mein Arzt war natürlich gegen das reiten. Hab es ihm im nachhinein gesagt. Begeisterung ist anders, war mir aber egal.
    Jetzt bin ich mit dem zweiten Kind schwanger, bin in der 10.SSW. Und es ist anders. Zum einen gibt es meine Stute nicht mehr und mein Wallach ist vorerst nicht reitbar. Allerdings habe ich seit 1,5 Jahren zwei wundervolle Stuten, die ich alleine reiten darf. Und das mach ich auch. Auch auf Turnier und auch springen. Wie lange ich diesmal reite? Ich weiß es nicht. Solange es mir gut tut, solange es dem Bauchzwerg nicht schadet. Und solange ich Spaß habe und ich aufs Pferd komme. Und wieder runter ?

    • Steffi sagt:

      Hallo allerseits,
      Ich bin gerade das erste Mal wieder geritten seit ich weiß, dass ich schwanger bin. Es war nur eine halbe Stunde und die meiste Zeit davon war Schritt. Bin aber auch getrabt und zwei Runden pro Seite galoppiert. Ich habe das auch nur gemacht, weil ich das Pferd kenne und mein Bauch in der 16.ssw noch nicht so groß ist. Meine Ärztin sagte, ich solle halt langsam machen, hat es mir aber nicht grundsätzlich verboten.
      Ich muss sagen, danach habe ich schon gemerkt, dass es im Bauch etwas gezwickt hat. Aber ich glaube das kam eher von den seitlichen Muskeln. Das hat mich ein bisschen verunsichert und ich denke, ich werde dann erst mal nicht weiter reiten. Erst, wenn das Kleine da ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.