Must Have Zubehör für den Offenstall

Must-Haves für den Offenstall: Equipment-Tipps, die dir in deinem Stall garantiert helfen

Ich weiß nicht, wie es dir geht – aber wenn ich zu Besuch bei einem Selbstversorgerstall bin (meist im Rahmen von Kursen und Unterricht), tauschen wir uns immer auch über individuelle Lösungen und Gestaltungsmöglichkeiten sowie sinnvolles und weniger sinnvolles Stallzubehör aus. Und fast immer gibt es ein AHA-Erlebnis. Mit diesem Beitrag möchte auch dir gern ein paar Zubehörtipps und Hacks mit auf den Weg geben, die du vielleicht noch nicht kennst, die aber auch dir vielleicht gut weiterhelfen können. Die Ideen stammen nicht nur von mir, sondern auch von meinen Followern auf Instagram, die ich dort nach ihrer Meinung befragt habe.

Equipment-Tipp #1: eine gute Schubkarre

Wenn du einen eigenen Stall hast, musst du Sommer wie Winter bei jedem Wetter Stalldienst machen und Pferdeäppel sammeln. Egal ob es 30° Grad warm ist, stürmt und schneit oder regnet. Deswegen solltest du UNBEDINGT auf eine gute Schubkarre achten. Mag sie auch ein bisschen mehr kosten – die Investition lohnt sich auf jeden Fall!

Eine gute Schubkarre für den Stalldienst zeichnet sich für mich durch folgende Punkte aus:

  • Sie ist verhältnismäßig leicht.
  • Sie hat eine tiefe Wanne und nimmt viele Äppel auf.
  • Sie ist leichtgängig.

Ein Punkt, den du für dich individuell betrachten musst, ist die Frage Vollgummireifen oder Luftrad.

Nachdem wir neulich zweimal einen Platten hatten, haben wir es mit einem Vollgummireifen probiert. Allerdings ließ sich die volle Schubkarre damit noch schwerer über weichen Boden und Wiese schieben, dass wir ihn am Ende doch wieder gegen einen Luftreifen getauscht haben.

Wenn du in deinem Stall viele Paddockplatten und festen Boden hast, kommst du mit einem Vollgummireifen sicherlich besser zurecht. Der Vorteil hierbei: Du hast keinen Platten.

Zu den Punkten Gewicht und Wannengröße möchte ich noch kurz etwas sagen: Wir haben neben unserer Mist-Schubkarre noch eine XXL-Stall-Schubkarre, die auf den ersten Blick ziemlich cool ist. Allerdings ist sie für den Stalldienst absolut ungeeignet, da sie viel zu schwer zum Schieben ist. Groß allein ist also nicht unbedingt positiv. Wir nutzen unsere Riesen-Schubkarre deswegen als Schubkarre für Heu.

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Equipment-Tipp #2: stabile Harken zum Absammeln

Ein weitere Must-Have im Selbstversorgerstall sind stabile Harken zum Absammeln der Pferdeäppel. Wenn du einen Äppelboy kaufst (dazu komme ich noch), ist in der Regel ein Absammler dabei. Allerdings frage ich mich jedes Mal, wer damit seinen Stall sauber macht – ich krieg damit die Pferdeäppel nicht ordentlich weg.

Bei den Harken gibt es in der Regel zwei Vorlieben: Die einen mögen kurze Harken und bücken sich gern, die anderen mögen Harken mit Stiel.

Nachdem ich jahrelang Verfechterin längerer Harken war, bevorzuge ich neuerdings die kurzen Harken.

Meine Top 3 sind:

  1. Fiskars Kinder-Laubbesen (sehr leicht!)
  2. Kinder-Rechen
  3. Fächerbesen
Zubehörtipps für den Offenstall

Equipment-Tipp #3: ein guter Äppelboy

Äppelboy ist nicht gleich Äppelboy (Äppelboy = Bollensammler, Mistboy, Kotschaufel). Du hast die Wahl zwischen Äppelboys mit kurzem Stiel und langem Stiel sowie großen Modellen und kleineren Modellen.

Wenn du mit einer Harke mit längerem Stiel besser zurecht kommst, empfehle ich dir unbedingt auch einen Äppelboy mit längerem Stiel zu nehmen. Diese Kombi ist recht rückenfreundlich und meiner Erfahrung nach angenehmer im Handling als langer Harkenstiel und kleiner Äppelboy oder hoher Äppelboy und Fächerbesen.

Wenn du einen Bollensammler mit kurzem Stiel bevorzugst, hab ich einen Tipp für dich: Es gibt sie auch in einer XXL-Version. Das ist mein aktueller Favorit. (Und pssst, den gibt es sogar in PINK!)

Und was ich bei der Mistboy-Recherche für diesen Text entdeckt habe und für ziemlich sinnvoll halte: Äppelboys mit Löchern drin. Absolut sinnvoll für regnerisch-matschige Tage. Das Wasser kann dann direkt beim Absammeln ablaufen und du hast es nicht in der ohnehin schon schweren Schubkarre.

Equipment-Tipp #4: automatische Weidetore

Seit vielen Jahren schon nutze ich sie und deswegen sind sie ein echtes Must-Have für mich: automatische Weidetore (wie du sie baust, verrate ich dir hier). Sie funktionieren auch in Ställen ohne Strom, da der Öffner mit einer Batterie versorgt wird.

Mithilfe der Weidetore kannst du die Pferde nicht nur auf die Wiese lassen, du kannst auch Futterräume einrichten, um beispielsweise eine Nachtfütterung zu gewährleisten. Über Möglichkeiten der Nutzung hab ich hier berichtet.

Equipment-Tipp #5: automatische Heuraufe

Wenn du nicht neben dem Stall wohnst, voll berufstätig bist und dein Pferd nicht mit Heu ad libitum füttern kannst und füttern möchtest, ist eine automatisierte Heuraufe absolut hilfreich. Hier berichte ich über die Vor- und Nachteile einer automatischen Raufe und hier findest du einen Gastbeitrag mit einer Bauanleitung für eine automatisierte Heuraufe.

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Equipment-Tipp #6: beheizte Pferdetränke im Winter

Ein echtes Must-Have ist eine beheizte Tränke, damit die Pferde auch im Winter jederzeit ausreichend Wasser zur Verfügung haben.

Hier habe ich verschiedene Erfahrungen gemacht. Neben beheizbaren Tränkebecken hab ich auch die Optionen Kälbermilcherwärmer im Tränkebecken und IBC Wassertank sowie isolierte Badewanne mit Heizkabel kennengelernt. Funktioniert beides, erfordert allerdings einen Stromanschluss.

Equipment-Tipp #7: Schubberbürsten

Ohne Schubberbürste geht es nicht! Hast du keine Schubberbürsten im Stall, gehen die Pferde meiner Erfahrung nach an alle anderen Kanten, vorstehende Isolatoren oder ähnliches – und das ist nicht immer ungefährlich.

Schubberbürsten kannst du ganz einfach an Pfosten schrauben, die du in den Boden einbuddelst. Du könntest entweder Besen nehmen, Schrubberbürsten oder spezielle Viehbürsten.

Bei uns stehen ein paar Viehbürsten von Kerbl – und die Pferde lieben sie. Vor allem die Bürste, die zwei Seiten gleichzeitig bürstet.

Equipment-Tipp #8: Licht

Ohne Licht, ohne mich! Ich weiß, dass es viele Pferdebesitzer gibt, die ihre Pferde in Ställen ohne Licht stehen haben. Für mich wäre das keine Option. Es kann immer mal was passieren und man braucht Licht um zu sehen was passiert ist (Kolik, Unfall, Pferde durch den Zaun, usw.).

Nicht jeder Stall hat Strom. Allerdings gibt es mittlerweile Solarlampen für den Außenbereich, die, je nach Modell, gut Licht spenden. Damit lässt sich nicht nur der Offenstall ausstatten, sondern beispielsweise auch der Reitplatz, damit er im Winter auch abends genutzt werden kann.

Equipment-Tipp #9: JKK-Stecher

Nicht in jeder Region ist Jakobskreuzkraut so verbreitet wie bei uns. Trotzdem ist die Pflanze fast überall zu finden und sollte unbedingt entfernt werden, da sie giftig für Pferde ist.

Ausführlich berichte ich hier über JKK und wie du Jakobskreuzkraut vom Johanniskraut unterscheidest, verrate ich dir hier.

Zum Ausstechen hat sich dieser JKK-Stecher absolut bewährt. Und er ist nicht nur für JKK geeignet, sondern auch für anderes Unkraut. Lediglich Ampfer mit großen Wurzeln kriegt er nicht so gut raus.

Unterschied erkennen zwischen Jakobskreuzkraut und Johanniskraut
Jakobskreuzkraut und Johanniskraut

Equipment-Tipp #10: Ampfer-Stecher

Um Ampfer auf der Wiese oder im Stall oder auf dem Reitplatz loszuwerden, hat sich ein Ampferstecher bewährt. Damit kriegst du das Unkraut viel besser raus als mit einem Spaten! Wir nutzen den verlinkten und sind damit sehr happy!

Equipment-Tipp #11: Gartenabfallsack

Gartenabfallsäcke braucht man immer. Entweder um Heu zu füttern (und abzuwiegen), um Ampfer, JKK oder anderes Unkraut oder Heckenschnitt etc. reinzuschmeißen. Meist reicht auch ein Sack allein nicht aus, zwei bis drei sollten es schon sein.

Equipment-Tipp #12: ein gefüllter Werkzeugkoffer

Ja, ich weiß: Ein gefüllter Werkzeugkoffer klingt banal. Aber lass dir sagen: Er ist wirklich hilfreich! Das merk ich immer wieder!

Jahrelang hab ich (als Studentin und auch danach) in Mietswohnungen gewohnt, wo ich eher weniger reparieren musste. Ich hatte also nur das nötigste an Werkzeug: einen Hammer, ein Set Schraubendreher und Imbusschlüssel. Aber nicht viel mehr.

Am Stall geht aber immer mal was kaputt oder man möchte etwas bauen. Deswegen ist es absolut hilfreich, jederzeit einen Werkzeugkoffer vor Ort zu haben, der für den Stall notwendiges Werkzeug beinhaltet: Hammer, Schraubendreher, Schrauben und Nägel, Zangen, Seitenschneider, Säge usw.

Equipment-Tipp #13: klassische Gartengeräte

Ähnlich wie mit dem Werkzeugkoffer erging es mir übrigens auch mit klassischen Gartengeräten. In einer Mietwohnung in der Stadt brauche ich weder einen Spaten, noch eine Schaufel. Bei gemeinsamen Arbeitsdiensten am Stall fehlte uns deswegen oft genau dieses Equipment, weil es nicht nur mir als Wohnungsmieterin so ging, sondern auch anderen Pferdebesitzerinnen meiner Stallgemeinschaft. Deswegen sollten immer alle wichtigen Gartengeräte vor Ort sein. Dazu gehören für mich: Spaten, Schaufel, Rosenschere, Rechen und Heckenschere.

Equipment-Tipp #14: leicht verlegbare Paddockplatten

Ganz ehrlich? Matsch nervt! Und zwar gewaltig. Er ist für die Pferde nicht gut und macht die Stalldienste doppelt und dreifach schwer. Natürlich kann niemand von uns seinen gesamten Offenstall mit Paddockplatten pflastern. Aber an den wichtigen Stellen – Raufe, Tränke, Laufwege/Matschlöcher – sollten nach Möglichkeit Paddockplatten oder andere Befestigungen vorhanden sein.

Wenn du, so wie wir, einen gepachteten Stall im Außenbereich hast, darfst du keine Bodenbewegungen vornehmen und du darfst auch nichts dauerhaft befestigen. Paddockplatten sind hier eine super Alternative! Vor allem Paddockplatten, die du ohne Unterbau verlegen kannst.

Mein Paddockplatten-Tipp an dieser Stelle für dich: die INB® Paddockplatten, die du 👉 hier bei Procavallo* bestellen und dir nach Hause liefern lassen kannst. Der Vorteil dieser Platten: Sie lassen sich ohne Unterbau verlegen und sie sind aus recyceltem Kunststoff und mit dem blauen Engel ausgezeichnet.

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ich werde sie sicherlich mit der Zeit immer mal wieder erweitern. Vielleicht hast ja auch du ein paar Must-Haves, die hier nicht auftauchen? Dann schreib sie gern in die Kommentare rein!

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