Muskelprobleme beim Pferd Tipps für gesunde Muskelarbeit

Muskelprobleme beim Pferd: Tipps für eine gesunde Muskelarbeit

Damit sich dein Pferd gesund bewegen kann, braucht es gesunde Muskeln. Doch was bedeutet gesunde Muskelarbeit eigentlich? Und welche Probleme können auftreten, wenn Muskeln nicht optimal arbeiten können? Das wollen wir uns in diesem Beitrag einmal anschauen.

Im ersten Schritt schauen wir uns an, welche Muskeln ein Pferd besitzt und welche Muskeln für uns Reiter interessant sind.

Blick auf die unterschiedlichen Muskeln des Pferdes

Pferde und Menschen besitzen drei unterschiedliche Arten von Muskeln

Da wäre zum einen die Herzmuskulatur, die ganz autonom funktioniert.

Gleiches gilt für die glatte Muskulatur, die sich beispielsweise in den Organen wiederfindet.

Für uns interessant ist die Skelettmuskulatur, weil die Skelettmuskeln für die Motorik, das heißt für die Fortbewegung des Pferdes, zuständig ist. Pferde haben rund 250 unterschiedliche Muskeln.

Die Skelettmuskeln lassen sich in zwei Bereiche einteilen:

  • Die Tiefenmuskulatur, die sich z.B. entlang der Wirbelsäule befindet, ist zuständig für Halt und Stabilität. Sie lässt sich nicht bewusst und aktiv ansteuern, sondern arbeitet reflektorisch. Außerdem enthält sie sehr viele Propriozeptoren, die die Feinkoordination der einzelnen Wirbel steuern.
  • Die Oberflächenmuskulatur ist dynamisch und zuständig für die Körperbewegung. Auch sie wird reflektorisch angesprochen, sie kann aber auch aktiv und bewusst angesprochen werden, um ein Ziel zu erfüllen, beispielsweise wenn ihr euren Arm hebt oder von eurem Stuhl aufsteht.

Gutes und sinnvoll aufgebautes Training stärkt dein Pferd von Innen nach Außen.

Gesunde Muskeln: Was bedeutet das?

Schauen wir uns nun an, was gesunde Muskeln eigentlich sind und wie gesunde Muskelarbeit aussieht.

Muskeln arbeiten immer paarweise als Agonist und Antagonist. Der Agonist ist der aktive Muskel, er spannt an, das heißt, er kontrahiert und zieht sich zusammen. Der Antagonist wird gedehnt. Anschließend wird der Antagonist zum Agonist und zieht sich zusammen. Muskeln arbeiten als Beuger, Strecker, Dreher, Spanner, Schließer, Ein- und Auswärtszieher.

Auf diese Weise entsteht Bewegung, denn Muskeln sind mit Sehnen an Knochen befestigt und bewegen diese.

Muskeln müssen sich ungehindert anspannen und dehnen lassen können, damit Bewegung gesund und stabil funktionieren kann und alle Bewegungsreize wahrgenommen werden. Ist einer der Muskeln fest und verspannt, ist er in seiner Dehnfähigkeit eingeschränkt und die Bewegung kann nicht mehr optimal ausgeführt werden.

Die Formen von Muskelarbeit

Steigen wir hier nochmal etwas tiefer in die Arbeit der Muskeln ein. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei Formen der Muskelarbeit:

  • Konzentrische Muskelarbeit: Bei der konzentrischen Muskelarbeit kontrahiert der Muskel, er zieht sich zusammen. Ursprung und Ansatz des Muskels näher sich an. Es entsteht eine sichtbare Bewegung. Ein Praxisbeispiel hierfür wäre die Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung der Gliedmaßen oder eine Seitwärtsbewegung des Halses.
  • Exzentrische Muskelarbeit: Bei der exzentrischen Muskelarbeit verlängert sich der Muskel, Ansatz und Ursprung entfernen sich voneinander. Der Muskel entspannt in dem Maße, in dem er verlängert wird. Auch hier ist die eben bereits erwähnte klassische Bewegung ein Praxisbeispiel. Exzentrisch arbeitet der Antagonist, konzentrisch der Agonist.
  • Isometrische Muskelarbeit: Eine besondere Form ist die isometrische Muskelarbeit. Isometrisch arbeitende Muskeln spannen an, ohne dabei ihre Länge zu verändern. Es ist eine statisch-haltende Muskelarbeit, bei der keine Bewegung zu sehen ist. Ein Praxisbeispiel hierfür wäre die Dehnungshaltung beim Reiten/bei der Bodenarbeit. Das Pferd trägt Kopf und Hals, ohne die Länge zu verändern – übrigens ist das auch der Grund, warum eine korrekte Dehnungshaltung anstrengend für das Pferd werden kann. Wenn du die isometrische Muskelarbeit erleben möchtet, solltest du mit ausgetrecktem Arm eine Wasserflasche hochnehmen und halten. Ziemlich schnell wirst du merken, dass die Muskeln deines Armes zu schmerzen beginnen.

Muskeln wachsen durch Training und durch die Beanspruchung des Muskels nimmt die Leistungsfähigkeit zu.

Wenn Muskeln sich zusammenziehen, wird durch stoffliche Umsätze Wärme erzeugt – Muskeln können fast 75% der Körperwärme erzeugen. Die Energie für die Muskelarbeit liefert Traubenzucker, der in der Muskelzelle vorhanden ist.

Wenn Muskeln arbeiten, ermüden sie irgendwann – das kennst du sicherlich auch. Die Ermüdung eines Muskels ist ebenfalls ein Stoffwechselprozess, denn es sammeln sich Stoffwechselschlacken im Muskeln an, die nicht schnell genug aus dem Muskel rausgeholt werden – für den Abtransport dieser Stoffwechselprozesse sorgt Blut. Muskeln sind stark durchblutet – so schreibt Claus Teslau in seinem Buch Stresspunktmassage auf S. 23: „In 50 kg Muskelmasse sind fast 100.000 km Blutgefäße zu finden.“ Spannend, oder?

Ein gesunder Muskel funktioniert wie ein Schwamm: Wenn er sich zusammenzieht, geht das Blut raus, entspannt er, fließt Blut rein.

Lesetipp: Muskelaufbau beim Pferd: Ohne Sauerstoff geht’s nicht!

Muskelprobleme beim Pferd: Wenn Muskeln nicht gesund arbeiten…

Du weißt jetzt, welche Muskeln es gibt und wie Muskeln arbeiten. Doch was ist, wenn Muskeln nicht richtig arbeiten – was übrigens jeden von uns und all unsere Pferde betreffen wird.

Wird ein Muskel überlastet, überdehnt oder bekommt einen Schlag ab (beispielsweise beim Spiel mit den Pferdekumpels), reagiert er mit Kontraktion (Zusammenziehen). Die Muskelfasern der betroffenen Muskelregion verkrampfen.

Dieser Teil des Muskels ist fortan nicht mehr aktiv an der Muskelbewegung beteiligt. Der Austausch entsprechender Stoffwechselprodukte ist an dieser Stelle eingeschränkt. Außerdem übernehmen andere Muskelbereiche die Arbeit und werden dadurch überlastet. Über kurz oder lang kommt es auch hier zu Verspannungen.

Feste Muskeln schränken die Bewegung ein und verhindern gesunde Bewegung

Feste, verspannte Muskeln in Kombination mit verklebten Faszien schränken die Bewegung ein und verhindern eine gesunde Bewegung. Und nicht nur das: Ist ein Muskel, der ja mit der Sehne am Knochen befestigt ist, verspannt und somit verkürzt, ist der Zug auf die Sehne immer erhöht und das Verletzungsrisiko hoch. Ein blöder Tritt oder tiefer Boden können dann bereits dafür Sorgen, dass die Sehne ernsthaft verletzt wird.

Um sich trotzdem sicher und stabil bewegen zu können, nutzt der Körper nutzt Kompensationsmuster. Er greift beispielsweise auf Bewegungsmuskeln zurück, die dann Haltefunktionen erfüllen müssen.

Grundsätzlich ist es so: Das Gehirn hat vorrangig zwei Aufgaben: Überleben sichern und Bewegung erzeugen. Wenn die Bewegung nun nicht richtig erzeugt werden kann, wäre der Organismus aufgeschmissen – ein Fluchttier wie das Pferd umso mehr. Deswegen finden diese Kompensationsbewegungen statt.

Muskelprobleme beim Pferd: Mögliche Gründe und passende Lösungsansätze
Muskelprobleme beim Pferd: Mögliche Gründe und passende Lösungsansätze

Praxisbeispiel: der lange Rückenmuskel

Nehmen wir als praxisnahes Beispiel den langen Rückenmuskel, den m. longissimus dorsi (Hinweis: Du kannst die Muskeln nicht losgelöst voneinander betrachten, sie hängen alle zusammen, sind über Faszien miteinander verbunden und bilden funktionale Einheiten. Der Einfachheit halber mach ich es aber an dieser Stelle, um dir das Problem nicht gesund arbeitender Muskeln näherzubringen). Dieser Muskel, den du sicherlich zumindest vom Namen her kennst, ist ein Bewegungsmuskel. Er reicht etwa vom Hinterhauptbein bis zum Kreuzbein und hat unter anderem die Aufgabe des Feststellens und Streckens der Wirbelsäule, das Seitwärtsbiegen der Wirbelsäule und er dient als Stabilisator der Wirbelsäule, wenn das Hinterbein vorgeht.

Praxisbeispiel langer Rückenmuskel beim Pferd: Welche Aufgaben er hat und was passiert, wenn er fest ist

Wenn wir Reiter uns nun auf den Rücken unseres Pferdes setzen und dieses ist nicht oder noch nicht optimal trainiert, fehlen ihm die stabilisierenden Muskeln, mit denen es unser Gewicht tragen kann. Stabilität geben in diesem Fall die Bauchmuskeln.

Die Folge: der lange Rückenmuskel wird fest, um den Körper zu schützen. Würde die Wirbelsäule unter unserem Gewicht nachgeben, wäre das sehr schmerzhaft. Außerdem möchte das Pferd seine Balance mehr oder weniger wahren. Auch dies geschieht durch ein Anspannen des Muskel. Gleiches passiert auch, wenn dein Sitz deinem Pferd unangenehm ist oder der Sattel ihm Schmerzen bereitet. In beiden Fällen wird es als Abwehr- und Schutzreaktion den Rückenmuskel anspannen.

Die Folgen eines festen langen Rückenmuskels können sein:

All das sind Folgen, die eine gesunde Bewegung verhindern.

Tipp: Über all diese Zusammenhänge und die verschiedenen Muskeln sprechen wir auch in meinem Onlinekurs Rückenfitte Pferde!

Cover Onlinekurs Rückenfitte Pferde

Mit dem Onlinekurs „Rückenfitte Pferde“ bekommst du nicht nur ein grundlegendes Verständnis für gesunderhaltendes Pferdetraining sowie Einblicke in Anatomie und Biomechanik, sondern du lernst, wie du dein Pferd rückenfit trainieren kannst und worauf es dabei wirklich ankommt.

Verspannte Muskeln beeinträchtigen die Körperwahrnehmung negativ

Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt, der bei Verspannungen ins Spiel kommt: Die Körperwahrnehmung des Pferdes, die negativ beeinträchtigt wird.

Schauen wir uns kurz an, wie Wahrnehmung überhaupt funktioniert:

Ein Reiz (sensorischer Input) wird wahrgenommen und die wahrgenommenen Informationen werden an das zentrale Nervensystem geleitet. Das ZNS besteht aus Gehirn und Rückenmark. Das ZNS speichert die Informationen, analysiert und bewertet sie – dieser Prozess nennt sich Sensorische Integration. Auf Grundlage dieser Analyse entscheidet das ZNS anschließend, wie der Körper auf den Reiz reagieren soll und sendet entsprechende Befehle an die ausführenden Organe – in diesem Fall die Muskeln. Die Muskeln reagieren mit Bewegung und diese Bewegung erzeugt wieder einen Reiz. Somit stellt der Wahrnehmungsprozess einen Kreislauf dar, der permanent, unfassbar schnell und unbewusst abläuft.

So funktioniert Bewegung beim Pferd
Bewegung als Ergebnis einer adäquaten Reizverarbeitung

Bewegung ist im Prinzip das Ergebnis der Reizverarbeitung.

Reize, die wahrgenommen werden, können sein:

  • die Bodenbeschaffenheit (trocken, rutschig, uneben, ….)
  • die Gelenkstellung
  • die Hilfengebung
  • die Gleichgewichtsreize
  • uvm.

Daraus ergeben sich dann unter anderem Befehle für die Muskelaktivierung zur Stabilisierung und die Muskelaktivierung zur Bewegung.

Bekommt das Gehirn deines Pferdes aber nun zu wenig Input, weil die Muskeln verspannt sind, ist der Körper nur noch eingeschränkt handlungsfähig. Deswegen wird nach Ausweichmechanismen gesucht (z.B. fester Rücken).

Damit all das nicht passiert und du deinem Pferd dabei helfen kannst, sich gesund zu bewegen, schauen wir uns nun an, wie du die Muskeln deines Pferdes gesund erhalten kannst.

Das Reitpferd als Leistungssportler

Beim Physio-Riding® betrachten wir jedes Reitpferd als Leistungssportler. Wenn dir bewusst machst, was dein Pferde alles leisten muss und vor allem leisten kann, dann trifft dieser Annahme auch zu. Leistungssportler pflegen ihre Muskeln sehr gut, anders wären sie nicht zur Leistung fähig, die sie erbringen. Und daran solltest du immer denken und die Muskeln deines Pferdes gut behandeln.

5-Stufen-Plan: vorbeugen statt heilen

Beim Physio-Riding® haben wir einen 5-Stufen-Plan, der das Motto verfolgt: vorbeugen statt heilen.

Der Plan besteht aus den folgenden Komponenten:

  1. Kontinuierliche Kontrolle des Gesundheitszustandes – schau dein Pferd immer aufmerksam an
  2. Erkennen und ausschließen von gesundheitsgefährdenden Faktoren – sorg durch die entsprechende Haltung, Fütterung und ein angepasstes Training dafür, dass die Gesundheit deines Pferdes gar nicht erst gefährdet wird
  3. Erkennen und ausschließen von Stress-verursachenden Faktoren. Dies kann eine Änderung der Haltung sein (Stress in der Herde, Boxenhaltung, zu wenig Futter etc.) oder aber auch eine Veränderung des Trainings. Bei mir gilt zum Beispiel: Wenn ein Pferd eine Übung dreimal nicht geschafft hat, verändere ich sie und mach sie leichter. Offenbar war sie meinem Pferd zu schwer. Ich baue mein Training meist so auf, dass die Herausforderungen stetig schwerer werden. Durch die kleinen Lernerfolge bleibt die Motivation erhalten und der Stresspegel sinkt
  4. Sinnvoller Muskelaufbau und kontinuierliche Muskelpflege – hier kommen unsere Muskeln ins Spiel: Wir müssen die richtigen Muskeln kräftigen (zum Beispiel Bauch und Hinterhand) und sie optimal pflegen
  5. Sinnvolle und gezielte Förderung der Bewegungsmöglichkeiten – mit gezielten Übungen lassen sich Bewegungsqualität und Bewegungssicherheit verbessern

Gern möchte ich dich ermutigen, dir diesen Plan zu Herzen zu nehmen, dich immer wieder an diese 5 Punkte zu erinnern und dafür zu sorgen, dass dein Pferd gesund bleibt. Sind die Muskeln gesund und können adäquat arbeiten, kann sich dein Pferd gesund bewegen. Der Bewegungsapparat wird weniger stark belastet und es geht deinem Pferd einfach sehr viel besser.

Ein ergänzender Hinweis in eigener Sache: Auch wenn es viele Futtermittelhersteller sagen: Muskeln lassen sich nicht anfüttern! Wirklich nicht! An dieser Stelle möchte ich dir den Onlinekurs Grundkurs Pferdefütterung von Conny Röhm ans Herz legen, den du dir bei wehorse* anschauen kannst. Mit dem Gutscheincode 360GRADPFERD sparst du beim Abschluss eines Jahresabos 60€!

Hier hab ich aber noch ein paar ganz konkrete Tipps für das oben aufgeführte Problem des festen Rückenmuskels zusammengestellt:

6 Tipps, um feste Rückenmuskeln beim Pferd nachhaltig gesund zu halten

Die folgenden Möglichkeiten sind allgemein gehalten und beziehen sich auf das oben dargestellte Problem des festen langen Rückenmuskels. Am Ende gilt es natürlich immer, Pferd (und Reiter) individuell zu betrachten.

Tipp 1: die Gegenspieler (Bauchmuskeln) stärken durch entsprechende Bewegungsübungen

Tipps zum Bauchmuskeltraining beim Pferd findest du hier jede Menge.

Tipp 2: die Tiefenmuskulatur stärken

Die Tiefenmuskulatur, die für Halt und Stabilität sorgt, kannst du beispielsweise durch Training mit Balance Pads, Training mit Plufsig oder isometrischen Übungen stärken. Die Tiefenmuskulatur kann nicht aktiv angesteuert werden, sie wird über Reflexbögen aktiviert und muss immer dann arbeiten, wenn es um Balance und Gleichgewicht geht. Sie kräftigen die Tiefenmuskulatur, da sich dein Pferd auf der instabilen Fläche permanent ausbalancieren und stabilisieren muss.

Darüber hinaus bieten instabile Untergründe deinem Pferd einen unbekannten sensorischen Input. Sie sprechen die Propriozeptoren (also die sensorischen Nervenzellen, die für die Reize aus dem Inneren des Körpers und damit für die Eigenwahrnehmung zuständig sind) und den Gleichgewichtssinn an und verbessern Balance und Stabilität.

Buchtipp: Core Training für Pferde

Tipp 3: das Equipment überprüfen

Wenn dein Sattel nicht zu dir und deinem Pferd passt und Druckspitzen erzeugt oder schief ist, wenn der Nasenriemen zu eng verschnallt ist oder das Gebiss deinem Pferd Schmerzen bereitet, wird es vermutlich immer mit einem festen Rückenmuskel reagieren. Deswegen gilt es unbedingt regelmäßig das Equipment zu überprüfen!

Tipp 4: deinen Reitersitz überprüfen

Reitersitz und Pferdebewegung (und damit Pferdegesundheit) bedingen sich gegenseitig (darüber schreib ich hier ausführlich). Sitzt du schief oder blockierst du dein Pferd mit deinem Sitz, kann es seine Muskeln nicht gesund bewegen und reagiert womöglich mit Festmachen zum Schutz vor Schmerzen.

Tipp 5: das Körpergefühl verbessern durch sensomotorisches Training

Je besser das Gehirn seinen Körper kennt, desto besser und gesünder kann es ihn einsetzen. Deswegen kommen jetzt noch ein paar Ideen, um das Körpergefühl des Pferdes zu verbessern.

Mit sensorischer Stimulation kannst du den Fokus der Aufmerksamkeit deines Pferdes auf ein Körperteil legen. Das Gehirn erhält mehr Informationen aus diesem Körperbereich und kann ihn gezielter einsetzen.

Neben instabilen Untergründen bietet das Training mit dem Körperband eine tolle Möglichkeit. Ein Körperband setzt taktile Reize und hilft dem Pferd, seine Körpergrenzen besser wahrzunehmen und seinen Körper gezielter einzusetzen.

Tipp 6: Muskelpflege durch Massagen und Dehnungsübungen

Muskeln lassen sich mit regelmäßigen Massagen und Dehnungsübungen weich und geschmeidig halten. Binde sie deswegen unbedingt in deinen Pferdealltag ein! Bei stärken Verspannungen ist es sinnvoll, einen Therapeuten deines Vertrauens zu holen, der zum Beispiel mit einer Stresspunktmassage oder anderen Maßnahmen stärkere Verspannungen löst und ein gesundes Bewegungsmaß wieder herstellt.

Tipp: Wenn du all das noch einmal in Ruhe und am besten zusammen mit einer Blickschulung bei deinem Pferd hören und erleben möchtest, schau dir gern mein Kurs- und Workshopangebot an. So langsam beginnt bereits die Planung für 2022…

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